• Wer wird aus der materiellen Welt befreit?
    Ergibt sich jemand zu hundert Prozent, wird der Herr ihn ganz sicher befreien. Solange jemand nicht mit Leib und Seele dem spirituellen Meister und den Vaishnavas dient, wird er nicht lernen, sich völlig hinzugeben.
  • Warum wurden die mathas errichtet?

     

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Thakura Prabhupāda

    Die mathas wurden nicht errichtet, um gewöhnlichen Menschen eine Gunst zu erweisen, sondern um reinen bhaktas ein spirituelles Leben zu ermöglichen. Wir dienen Gaurāṅga einfach, indem wir śrī-kṛṣṇa-sankīrtana ausführen. Der Bhāgavatam Vers yajñaih sankīrtana prāyair yajanti hi sumedhasaḥ unterstützt diese Idee. Das Beispiel, das Gaura Krishna durch Seine Spiele gegeben hat, ist der einzig glückverheißende Weg, der die jīvas zur Vollkommenheit führen kann.

  • Wahre Liebe

    Srila Bhakti Sadhaka Muni Maharaja

    Es ist immer das gleiche Prinzip: Wir können etwas nur von demjenigen bekommen, der es auch besitzt. Wenn wir Vertrauen in Sri Krishna haben möchten, dann sollten wir jemanden aufsuchen, der vollständiges Vertrauen in Ihn besitzt. Wenn wir prema, göttliche Liebe Haben möchten, dann sollten wir mit einem sadhu Gemeinschaft pflegen, der prema besitzt.

  • Kann es möglich sein, eine Beziehung zu Krishna herzustellen?

    Wie kann es möglich sein, eine Beziehung zu Krishna herzustellen, wenn Dieser transzendental zu den drei Erscheinungsweisen der Natur ist?

  • Sri Vraja Vijay Mahotsava

    von Nitya-lila-pravista Om Vishnupada 108 Sri Srimad Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaja

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    Die Finsternis des Kaliyuga ist noch ein wenig größer geworden. Ein großer strahlender Stern ist vom Gaudiya Himmel verschwunden. Am 3. März um 20:05 Ortszeit hat Srila Gurudeva in Vishakapatnam, Indien, sein irdisches Spiel beendet und ist während des Abend-Kirtans in das ewige Spiel Sri Sri Radha Govindas zurückgekehrt. Diese Nachricht hat sich in wenigen Augenblicken in der ganzen Vaishnava Welt verbreitet.

  • Wie ist die gegenwärtige Lage der Lebewesen?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ţhākura Prabhupāda

    Wir verbringen unsere wenigen Tage des Lebens geschäftig damit, uns um den Körper zu kümmern, aber nie denken wir daran, was nach dem Tod kommt oder was unsere Pflicht ist. Die verschiedenen Religionen, denen ein gewöhnlicher Mensch begegnet und die sein gegenwärtiges materielles Denken bestimmen, sind verführerische Religionen. Es heißt in den śāstra:

  • Amrita Vani 11-2013

    Sollen wir ein beispielhaftes Leben führen?

    Wir sollten immer aufpassen, dass andere Menschen von unserem vorbildlichen Charakter keinen falschen Eindruck bekommen. Neulinge sind auf Schritt und Tritt Gefahren ausgesetzt, weil sie kaum in sich gehen. Sie ziehen gern aufgrund von Äußerlichkeiten voreilige Schlüsse.

    Was sind die Pflichten eines Vaishnavas?

    Es ist die Pflicht eines Vaishnavas, die sündhaften Neigungen der bedingten Seele zu zerstören. Ein Vaishnava steht mit dem Hackmesser der scharfen Anweisungen in der Hand vor dem Holzgerüst, das zur Tieropferung verwendet wird. Damit tötet er die materiellen tiergleichen Wünsche der bedingten Seele. Ein Vaishnava schmeichelt niemandem. Wenn mir ein Vaishnava schmeichelt, ist er mein Feind.
    Die Vaishnavas gesellen sich nicht zu Nichtgottgeweihten, aber um ihnen von Nutzen zu sein, zerstören sie deren sündvolle Neigungen mit der Waffe ihrer Anweisungen und gewähren ihnen auf diese Weise die Gelegenheit, mit Vaishnavas Gemeinschaft zu haben. Wenn wir aufrichtig bei den Lotusfüßen unseres Gurus Zuflucht nehmen, werden wir den Höchsten Herrn innerhalb einer Lebensspanne sehen.

    Wer ist der vorteilhafteste Freund?

    Es gibt keine echten Freunde oder Gönner in dieser Welt mit Ausnahme derer, die die Lebewesen zum Chanten der heiligen Namen Krishnas hinziehen. Die Wohltätigkeit von Millionen von großzügigen Spendern ist unbedeutend im Vergleich zur edlen Natur eines Predigers der heiligen Namen.

  • Warum sind wir nicht in der Lage zu folgen, obwohl wir Hari-katha hören?

    Nur wer vom Glück begünstigt ist, nimmt einen Lebensstil an, der für hingebungsvollen Dienst geeignet ist. Wer dies nicht ist, gibt nur vor, Hari-katha zu hören, aber im Grunde wird er betrogen, weil er nicht mit Vertrauen hört. Wenn wir so gesegnet sind, dass wir ernsthaft wünschen, dem Herrn zu dienen, werden wir auch begierig nach Hari-katha sein. Nicht nur das, wir werden es auch verstehen.

  • Folgen die Vaishnavas dem aufsteigenden oder dem herabsteigenden Pfad?
    Obwohl es unzählige Arten philosophischer Ansichten gibt, kann man sie in zwei Kategorien einteilen. Die eine ist der Pfad der Schülernachfolge (der herabsteigende Pfad), und die andere ist der Pfad der mentalen Spekulation (mentale Erfahrung oder der aufsteigende Pfad).
  • Die wahre Bedeutung von Hingabe

    Om Vishnupāda Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Gosvāmī

    Wenn wir entsprechend dem Wunsch unseres Gurus handeln wollen, dann müssen wir unsere Unabhängigkeit aufgeben und uns vom Guru abhängig machen. Śaranāgati ist der wichtigste Aspekt der Hingabe. Wenn wir den Heiligen Namen ohne Ergebenheit chanten, werden wir nur dharma, ārtha, kāma und mokṣa erlangen. Entsprechend dem Ausmaß unserer Ergebenheit werden wir in der Lage sein, unseren Geist zu kontrollieren, aber gegenwärtig werden wir von unserem vergangenen Karma beherrscht. Ein jñānī ist dem Herrn nicht ergeben, während sich ein bhakta völlig dem Herrn ergeben hat. Wenn wir uns dem Herrn hingeben, dann werden wir nicht mehr unabhängig handeln. Wenn wir uns dem Geist ergeben, dann werden wir niemals eine erhabene Stufe erlangen. Wir müssen den Heiligen Namen wiederholen, aber wir müssen mit Ergebenheit chanten.

    Wie soll man demütiger als ein Grashalm werden?

  • Sind karmische Früchte eine Gnade des Herrn?

    Betrachtet man die Früchte seines eigenen Karmas als Gnade des Herrn, so wird eine solcherart intelligente Person diese Früchte genießen und gleichzeitig Körper, Geist und Sprache den Lotusfüßen des Herrn hingeben. Wie bedrohlich die Umstände auch sein mögen, Bhaktas akzeptieren diese als karmische Reaktionen. Deshalb geben sie dem Herrn auch keinerlei Schuld dafür. Indem sie vielmehr die Reaktionen als Seine Gnade sehen, werden sie noch mehr zu Ihm hingezogen. Genau diese Haltung wird im Bhagavatam gelehrt.

     

  • Ist Zorn gegen jene, die neidisch sind auf die Bhaktas, auch ein Teil von Bhakti?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Wir sollten zornig auf diejenigen sein, die neidisch auf die Bhaktas sind. Auch das ist ein Teil von hingebungsvollem Dienst. Keinen Zorn gegen solche Lästerer zu zeigen, wäre ungerechtfertigt. Doch sollte man verstehen, wer wirklich neidisch auf die Bhaktas ist. Wer nicht dem Höchsten Herrn, der Überseele und dem höchst glückseligen Freund aller Lebewesen, dient, tut sich keinen Gefallen. Vielmehr lädt er durch seinen Neid auf Krishna und die Vaishnavas nur Probleme auf sich. Solche Leute sind als Neider gebrandmarkt, und ihnen gegenüber sollte man keine Gnade zeigen. Sie sind berauscht von ihrer Bewunderung für Materialisten. Wir sollten sie ignorieren und ihnen unseren Zorn zeigen.

  • Sind wir Diener des heiligen Namens?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Als spirituelle Seelen sind wir Diener Krishnas. Sobald wir das erkennen, erkennen wir auch, dass wir keine andere Aufgabe haben, als Ihm zu dienen. Krishnas heiliger Name ist Krishna Selbst. Dem heiligen Namen zu dienen ist dasselbe, wie Krishna zu dienen.

  • Der Sinn des Lebens

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaj

    Nun sind wir als Menschen geboren worden. Nach der Geburt verbringen wir einige Zeit ohne jedes Wissen. Dann gehen wir zur Schule. Dort lernen wir etwas. Danach heiraten wir und vielleicht haben wir Kinder. Wir beschützen sie und geben ihnen zu Essen und Bildung. Dann werden wir alt und gehen weg. Der Tod wird zu uns kommen. Was ist der ewige Nutzen? Welchen spirituellen Nutzen konnten wir in diesem Leben erlangen – das ist die Frage. Wozu wird ein Mensch geboren, wächst heran, verdient Geld und gibt es wieder aus, baut so viele Häuser, Gebäude mit 15 oder 20 Stockwerken? Schließlich kommt das Alter und er verläßt diese Welt. Er versteht nicht, „Aus welchem Grund bin ich in diese Welt gekommen? Was habe ich getan in dieser Welt und was nehme ich mit mir?“ 

  • Wie können wir beschützt werden?
    Die Einzige Möglichkeit, beschützt zu sein, ist es, Zuflucht bei den Lotusfüßen jener großen Persönlichkeiten zu nehmen, die fortwährend über den Höchsten Herrn sprechen und die völlig von Ihm abhängig sind.
  • Spekulieren bhaktas?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Thakura Prabhupāda

    Als Diener unseres spirituellen Meisters sprechen wir nur von Dingen, die uns gelehrt worden sind, und verkünden keine neuen Ansichten. Gleichzeitig aber lassen wir keine Gelegenheit aus, zum Nutzen der Menschen über die Wahrheit zu sprechen. Das heißt, dass alles, was ich euch bisher erklärt habe, nicht mein Verdienst ist. Ich selbst besitze keine Qualifikation. Als Schüler wiederhole ich einfach nur die Worte meines Meisters. Ich predige die Absolute Wahrheit, wie sie von meinem spirituellen Meister über die Schülernachfolge zu mir herabgekommen ist. Ich rede nur von Dingen, die mir barmherziger Weise offenbart wurden oder mich zum Sprechen inspirieren. Darüber hinaus habe ich keinerlei Qualifikationen.

  • Wie sollten wir den Höchsten Herrn anrufen?

    Śrīla Prabhupāda Bhakisiddhānta

    Śrī Gaurasundara lehrte uns, dass wir niedriger werden müssen als das Stroh in der Gasse, um die heiligen Namen des Herrn zu chanten. Solange wir uns nicht für unbedeutend halten, können wir keinen anderen um Hilfe rufen. Nur wenn wir um die Hilfe eines anderen beten, betrachten wir uns als hilflos. In einer solchen Verfassung verstehen wir, dass wir ohne die Hilfe eines anderen gar nichts machen können. Wir werden fühlen, wie unmöglich es ist, etwas alleine zu tun, wofür man fünf Leute braucht.

    Śrī Gaurasundara hat uns unterwiesen, die Namen des Herrn zu chanten. Diese Information bekommen wir von unserem spirituellen Meister. Die Namen des Herrn zu chanten bedeutet, Seine Hilfe anzunehmen. Wenn wir während des Chantens Ihn aber als unseren Diener betrachten oder erwarten, dass Er unsere Arbeit erledigt, dann kann keine Rede davon sein, dass wir nach dem Grundsatz „Ich bin niedriger als das Stroh in der Gasse“ leben.

  • Das transzendentale Juwel

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaja

    Wir bewegen uns in dieser Welt:

    पुनरपि जननं पुनरपि मरणं पुनरपि जननी जथरे शयनम् ।

    इह संसारे बहु दुस्तारे क्रिपया अपरे पाहि मुरारे ॥

    punar api jananam punar api maranam

    punar api jananī jathare śayanam

    iha samsāre bahu dustāre
    kripayā apāre pāhi murāre

    Oh Murāri, ich bin gezwungen immer wieder geboren zu werden und immer wieder zu sterben. Auf diese Weise bin ich in den Schoß unzähliger Mütter eingegangen. Bitte richte Deinen barmherzigen Blick auf mich und befreie mich aus dem Ozean der Unwissenheit. — Śankarācārya 

  • Mit dem Herrn sprechen

    Om Vishnupāda Śrīla Bhakti Vaibhava Purī Gosvāmī

    Derzeit sehen wir den Herrn als Steinfigur, eine Gestalt aus Stein, dekoriert mit Kleidern. Wir können Seine Göttlichkeit nicht sehen, nicht, wie Er Sich bewegt, wie Er hört und alles annimmt, was wir Ihm darbringen.

    Die pūjārīs, die Priester, sollten mit dem Herrn sprechen und Anweisungen von Ihm entgegennehmen. Der Diener des Herrn, der sevaka, wird Anweisungen vom Herrn bekommen, und wenn er etwas braucht, wird er zum Herrn beten und der Herr wird ihm antworten: „Ja, tu dies. Nein, tu das nicht.“ Es gab Vorkommnisse in Südindien zur Zeit Rāmānujas und auch danach, da es für die Leute ganz normal war, zum Herrn zu sprechen.

  • Wenn wir sündhafte Handlungen begehen, kann man dies ebenfalls als eine Form der Barmherzigkeit des Herrn ansehen?

    Nein, das kann man nicht. Den Wunsch sündhaft zu handeln erfahren wir, weil wir geprüft werden. So wie die Eltern Reis, Geld und das Srimad Bhagavatam vor ein Kind legen, das gerade begonnen hat zu krabbeln, um dessen Neigungen zu prüfen, macht das der Höchste Herr, der ein Ozean von Barmherzigkeit ist, auch mit uns. 

  • Welcher ist der einfachste Weg, um den Geist zu beherrschen?

    Der Geist kann nur durch das Chanten der heiligen Namen Krishnas beherrscht werden. Durch karma, jnana and yoga kann man den Geist zwar für eine gewisse Zeit kontrollieren, aber diese Dinge können uns auch in ein Meer weiterer Rastlosigkeit stürzen.
     

  • Wer ist Sri Radharani?

    Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Prabhupada

    Sri Radha ist Sri Krishnas ewige Gefährtin und das Kronjuwel unter Seinen Geliebten. Niemand ist Krishna so lieb wie Sri Radha.
    Sri Radha ist Sri Krishna in keiner Beziehung unterlegen. Krishna Selbst nimmt zwei Formen an, jene des Genießers und jene des Genossenen. Auf diese Weise kostet Er ewige Spiele. Im Sri Chaitanya Caritamrta heißt es:

    রাধাকৃষ্ণ এক আত্মা, দুই দেহ ধরি' ।
    অন্যোন্যে বিলসে রস আস্বাদন করি' ॥

    rādhā-krishna eka ātmā, dui deha dhari‘
    anyonye vilase rasa āsvādana kari‘

    Radha und Krishna sind ein und dasselbe, aber Sie haben zwei Körper angenommen. So erfreuen Sie Sich aneinander, indem Sie die Vergnügungen der Liebe auskosten.(CC Adi 44.56)

  • Was ist das schwerwiegendste Vergehen beim Chanten der heiligen Namen?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Den spirituellen Meister für einen gewöhnlichen Menschen zu halten ist das schwerste Vergehen, das man beim Chanten der heiligen Namen begehen kann. Wenn wir den spirituellen Meister für ein sterbliches Wesen halten, werden wir niemals einen Nutzen aus unserer Praxis ziehen. Vielmehr werden verschiedenste Hindernisse und Probleme auftauchen und uns in ein Meer weltlicher Wünsche stürzen. Niemand als der spirituelle Meister ist in der Lage, uns vor schlechter Gemeinschaft zu schützen. Weil die Lebewesen den spirituellen Meister für einen gewöhnlichen Menschen halten, sind sie unfähig, sich seinen Lotusfüßen zu ergeben.
     

  • Unabhängigkeit ist unser schlimmster Feind

    Sripad BS Muni Maharaja

    Alle Probleme sind gelöst, wenn wir verstehen, dass wir immer beschützt und rein sind, sobald wir alles in Verbindung mit Krishna sehen. Nichts kann uns Schaden zufügen oder eine Störung verursachen. Sobald ich denke, dass die Umwelt mir etwas schlechtes zufügt und ich ihr etwas schlechtes zufügen sollte, leide ich. Ich bin gestört, gefangen von den gunas – sattva, raja und tamas.

  • Was bedeutet „Niedriger als das Stroh in der Gasse“?

    Obwohl die Vaishnavas an der Spitze stehen, betrachten sie sich niedriger als das Stroh in der Gasse. Natürlich sind sie nicht gefallen oder von niedrigem Stand. Sie sind dem Herrn sehr lieb und sind selbst der Verehrung wert. Jeder sollte ihnen Respekt entgegenbringen.
    Zu denken, „ich bin ein Staubteilchen bei den Lotusfüßen meines spirituellen Lehrers“ oder „ich bin ein Diener von Guru und Krishna“ ist genau das, was mit „niedriger als das Stroh in der Gasse werden“ gemeint ist.