• Hingabe zum spirituellen Meister

    Nitya-lila-pravista Om Vishnupad 108 Sri
    Srimad Bhakti Vaibhava
    Puri Gosvami Maharaj 

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    aradhananam sarvesam visnor aradhanam param

    tasmat parataram devi tadiyanam samarcanam

    Mahadeva, Iswara, Siva, spricht dies zu Parvati: „Parvati, von allen Arten der Verehrung oder verehrenswerten Autoritäten ist Vishnu die Höchste. Narayana, Krishna ist der Höchste. Noch höher sind tadiya, Seine geliebten Verehrer.“

  • Gibt es für das Lebewesen keine andere Pflicht als Krishna zu dienen?

    Die Lebewesen sind Krishnas ewige Diener. Sie haben keine andere Pflicht als Ihm zu dienen. Diese Wahrheit offenbart sich aber nur in den Herzen derjenigen, die unerschütterliches Vertrauen zur Höchsten Persönlichkeit Gottes und zum spirituellen Meister besitzen.

  • Sollte das Chanten ununterbrochen erfolgen?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Hari zu verehren ist die beste Art der Entspannung. Durch diese Methode verschwinden Müdigkeit und jeglicher Kummer. Nur ein Moment der Ablenkung von der Verehrung Haris lässt uns wieder zurückfallen in unsere Abneigung zum Herrn.

  • Was ist der Unterschied zwischen Seele, Geist und Körper?

    Śrīla Bhaktisiddhānta Sarasvatī Ţhakura Prabhupāda

    Die Schriften haben den Unterschied zwischen Seele, Geist und Körper analysiert – zwischen dem spirituellen Funken, der Reflexion dieses Funkens und der Materie. Die spirituelle Seele ist der Besitzer sowohl des Körpers als auch des Geistes; Körper und Geist sind das Eigentum der Überseele.
    Die spirituelle Seele besitzt zwei Körper bzw. Bezeichnungen. Einmal in der subtilen Form des Geistes und einmal in der groben Form des Körpers. Der äußere Körper besteht aus den fünf groben materiellen Elementen, die ihrerseits aus Atomen zusammengesetzt sind, und der innere oder feinstoffliche Körper dirigiert den äußeren Körper. Im bedingten Zustand ist die Seele vertieft in ihr fremde Angelegenheiten durch ihre Identifikation mit dem Geist. Weil sich die spirituelle Seele zu dieser Zeit in einem Schlafzustand befindet, erinnert sie sich nicht daran, dass sie eigentlich dazu gedacht ist, der Überseele zu dienen. Wenn sie erkennen, dass ihr Meister schläft, suchen ihre untergeordneten Diener, nämlich Körper und Geist, nach ihren eigenen Interessen, anstatt sich um die Interessen ihres Meisters zu kümmern.
    Der Geist ist veränderbar, aber die Seele ist unveränderlich und ewig. Die Tätigkeiten des Geistes bestehen darin, Materie zu genießen oder ihr zu entsagen. Die Tätigkeit der Seele ist es, dem Höchsten Herrn zu dienen. Der Geist ist in der Lage, Dinge bis zur dritten Dimension zu verstehen, er hat aber keine Möglichkeit, Dinge der vierten Dimension (transzendentale Dinge) zu verstehen. Es ist unmöglich, die Absolute Wahrheit, die transzendente Persönlichkeit Gottes, zu begreifen – weder durch materielle Erfahrungen noch durch Wissen.

  • Ist transzendentale Klangschwingung ewig?

    Mit Sicherheit ist transzendentaler Klang ewig. In dieser Welt, in der Angst regiert, gibt es einen Unterschied zwischen dem Klang und dessen Quelle. Jeder Klang in dieser Welt ist zeitweilig. In Vaikuntha aber sind der Name und dessen Träger nicht verschieden voneinander. In der spirituellen Welt gibt es keinen Unterschied zwischen dem Klang und dessen Ursprung.

     

  • Wer ist geeignet, die Gnade des Herrn zu empfangen?

    Der Höchste Herr erweist Seine Gnade nur jenen aufrichtigen Seelen, die sich Ihm völlig ergeben. Es ist nicht möglich, Ihn zu erlangen, solange man eingebildet ist durch die Vorstellung von „Ich“ und „Mein“.

  • Sādhu-sanga


    Srila Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaja

    Frage: Einige Leute sagen, man braucht bloß Prabhupādas [Śrīla A.C. Bhaktivedānta Swāmī] Bücher zu lesen und das ist der Weg, um seine Gemeinschaft zu haben. Aber auf der anderen Seite sagt er in vielen seiner Kommentare, dass die Gemeinschaft mit heiligen Personen wichtig ist. Wie können wir das vollkommen verstehen?
    Śrīla BV Purī Gosvāmī: Wenn keine sādhus vorhanden sind, dann gibt es śāstra, die heiligen Schriften und du musst sie lesen. Aber wenn sādhus vorhanden sind, nahe oder fern, dann musst du zu ihnen kommen und mit ihnen sprechen. Die Schriften mögen uns helfen, aber praktisch gesehen sollte man einen praktizierenden sādhu finden, ihn aufsuchen und Anweisungen direkt von ihm empfangen. Die Schriften können dich nicht segnen. Sie mögen unsere Zweifel beseitigen, aber die Segnungen kommen von den sādhus. Du musst zu einem lebenden sādhu kommen. Es gibt keine Alternative. Er muss uns segnen. Aber wenn du zu einem sādhu gehst, der kein echter sādhu ist, dann wird er dich betrügen.

  • Ich bin kein Geschäftsmann

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaj

     

    Unsere sāstra, die offenbarten Schriften, geben uns die Warnung, nur solche spirituellen Themen zu hören, die von großen verwirklichten Bhaktas erzählt, verfaßt oder anerkannt werden. Alt oder modern – kein Schriftwerk, auch wenn es von Gott handelt, das der Feder von weltlich gesinnten Menschen entspringt, wird uns das gewünschte Ergebnis bringen. 

  • Wen zieht der Höchste Herr an?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Krishna, der Sohn Nanda Mahārājas, ist die Höchste Persönlichkeit Gottes. Dieser Krishna zieht alle drei Welten an. Der spirituelle Meister, der Krishna sehr lieb ist, verkörpert die anziehende Kraft Krishnas. Die Absolute Wahrheit ist allanziehend. Wen also zieht er an? Wie ein Magnet Eisen anzieht, nicht aber Holz, zieht der verehrungswürdige Herr jene an, die die Neigung haben, Ihm zu dienen. Durch Seine unbegreifliche Kraft der Zuneigung, Gnade und Lieblichkeit zieht der Herr gleichermaßen Seine eigenen Diener an und jene, die die Neigung verspüren, solche Diener werden zu wollen.

     

  • Ist das Chanten der Namen des Herrn das Kronjuwel aller sādhanas?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Ganz gewiss ist das Chanten der heiligen Namen der höchste sādhana in diesem Zeitalter des Kali. Eigentlich ist es der einzige sādhana in diesem Zeitalter. Das Chanten der heiligen Namen gewährt jede Vollkommenheit. Das Sri Caitanya caritamrta Adi 17.21–25 sagt:

    harer nāma harer nāma harer nāmaiva kevalam
    kalau nāsty eva nāsty eva nāsty eva gatir anyathā

  • Warum erscheinen Bhaktas für gewöhnlich in niedrigeren Familien?

    Bhaktas sind nie gezwungen, die Früchte ihres Karmas zu erleiden. All ihre Spiele wie Geburt usw. vollziehen sich nur durch den Willen des Herrn. Aber man sieht oft, dass Bhaktas in niedrigen Familien erscheinen und gewöhnlichen Augen wie Narren vorkommen oder von Krankheiten geplagt werden. 

  • Wie kann man die Barmherzigkeit des Herrn erlangen?

    Wenn wir uns nicht gegen die echten Diener Haris versündigen, die stets in Seinem Dienst beschäftigt sind, sondern ihren Fußspuren folgen, dann können wir die Barmherzigkeit des Herrn erlangen. Nur durch die Gnade der Vaishnavas kann man die Gnade Haris erlangen. Sind die Vaishnavas verärgert, kommt niemand zu Glück. Ganz besonders gilt das beim spirituellen Meister. Ohne den spirituellen Meister zu erfreuen, erlangt niemand die Barmherzigkeit des Herrn.

  • Wem zeigt Sich der Höchste Herr nie?

    Der Herr ist in höchstem Maße bewusst, während die Lebewesen nur zu einem winzigen Ausmaß bewusst sind. Wenn unter den nur wenig bewussten Lebewesen eines versucht, den Herrn zu betrügen, indem es etwas vor Ihm zu verstecken versucht, dann behält Sich der in höchstem Maße bewusste Herr das Recht vor, Sich einem solchen Betrüger nicht zu zeigen.

  • Das transzendentale Juwel

    Om Vishnupada Srila BV Puri Gosvami Maharaja

    Wir bewegen uns in dieser Welt:

    पुनरपि जननं पुनरपि मरणं पुनरपि जननी जथरे शयनम् ।

    इह संसारे बहु दुस्तारे क्रिपया अपरे पाहि मुरारे ॥

    punar api jananam punar api maranam

    punar api jananī jathare śayanam

    iha samsāre bahu dustāre
    kripayā apāre pāhi murāre

    Oh Murāri, ich bin gezwungen immer wieder geboren zu werden und immer wieder zu sterben. Auf diese Weise bin ich in den Schoß unzähliger Mütter eingegangen. Bitte richte Deinen barmherzigen Blick auf mich und befreie mich aus dem Ozean der Unwissenheit. — Śankarācārya 

  • Sollten wir alle Arrangierungen des Herrn fröhlich entgegennehmen?
    Alles passiert durch den Willen des Höchsten Herrn. Wenn wir also einmal unter Unannehmlichkeiten leiden, sollten wir einfach nur geduldig auf die Barmherzigkeit des Herrn warten.
  • Wie können wir einen Bhakta erkennen?
    Oft versuchen wir Bhaktas zu messen. Weil wir ihre hingebungsvollen Tätigkeiten nicht begreifen, lehnen wir sie ab, als ob wir ihre Prüfer wären. Mit welchem Meßgerät versuchen wir die Bhaktas zu untersuchen?
  • Was bedeutet „Niedriger als das Stroh in der Gasse“?

    Obwohl die Vaishnavas an der Spitze stehen, betrachten sie sich niedriger als das Stroh in der Gasse. Natürlich sind sie nicht gefallen oder von niedrigem Stand. Sie sind dem Herrn sehr lieb und sind selbst der Verehrung wert. Jeder sollte ihnen Respekt entgegenbringen.
    Zu denken, „ich bin ein Staubteilchen bei den Lotusfüßen meines spirituellen Lehrers“ oder „ich bin ein Diener von Guru und Krishna“ ist genau das, was mit „niedriger als das Stroh in der Gasse werden“ gemeint ist.

  • Folgen die Vaishnavas dem aufsteigenden oder dem herabsteigenden Pfad?
    Obwohl es unzählige Arten philosophischer Ansichten gibt, kann man sie in zwei Kategorien einteilen. Die eine ist der Pfad der Schülernachfolge (der herabsteigende Pfad), und die andere ist der Pfad der mentalen Spekulation (mentale Erfahrung oder der aufsteigende Pfad).
  • Ist ohne das Chanten von Haris heiligen Namen irgendetwas von Nutzen?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Wie kann man ohne Chanten irgendwelche Vorteile erlangen? Haris Namen zu chanten ist das yuga-dharma, der vorgeschriebene Vorgang für das gegenwärtige Zeitalter. Wie sollten die Menschen dieses Zeitalters Glück erlangen, ohne dem vorgegebenen Vorgang dafür zu folgen? Wie könnten wir Glück erlangen, wenn wir anderen Wegen, und nicht dem Chanten, nachfolgen? Das Chanten wurde ja vom allglückverheißenden Herrn Selbst eingeführt.

  • Vertrauen in Kŗşņas Spiele

    Śrīpad Bhakti Sādhaka Muni Mahārāja

    Einmal während eines Vortrages von Śrīpad Muni Mahārāja hat ein Mobiltelefon eines Zuhörers wiederholt geläutet. Jene Person ist aufgestanden und hat den Saal verlassen.
    Wir verlieren eine Menge, wenn wir von diesen Dingen abgelenkt werden. Wenn ihr zu einem spirituellen Vortrag oder Programm geht, dann dreht diese Geräte bitte ab.
    Ich sage diese Dinge einfach, ich spreche niemanden persönlich an – das ist die jetzt Zeit dafür. Es ist erstaunlich, wie wichtig uns diese Dinge geworden sind. Wir springen sofort auf und verlassen hari-kathā um einen Anruf anzunehmen, weil wir nicht den Wert von hari-kathā erkennen.

  • Was ist das schwerwiegendste Vergehen beim Chanten der heiligen Namen?

    Srila Prabhupada Bhaktisiddhanta Sarasvati

    Den spirituellen Meister für einen gewöhnlichen Menschen zu halten ist das schwerste Vergehen, das man beim Chanten der heiligen Namen begehen kann. Wenn wir den spirituellen Meister für ein sterbliches Wesen halten, werden wir niemals einen Nutzen aus unserer Praxis ziehen. Vielmehr werden verschiedenste Hindernisse und Probleme auftauchen und uns in ein Meer weltlicher Wünsche stürzen. Niemand als der spirituelle Meister ist in der Lage, uns vor schlechter Gemeinschaft zu schützen. Weil die Lebewesen den spirituellen Meister für einen gewöhnlichen Menschen halten, sind sie unfähig, sich seinen Lotusfüßen zu ergeben.
     

  • Echte Hingabe

    Sripad BS Muni Maharaja

    Srila Sridhara Maharaja ist ein erstklassiger bhakta, ein bhakta der höchsten Klasse. Von Prabhupada bekam er den Namen “Srila Bhakti Raksaka Sridhara“ mit der Anmerkung: „Nun bin ich mit meinem Leben zufrieden, denn ich weiß, dass ich einen Schüler habe, der bhakti beschützen wird, der verstanden hat, was bhakti ist.“ Nach Prabhupada war er in der ganzen Gaudiya Vaishnava Bewegung eine der wichtigsten Autoritäten, und alle kamen zu ihm – selbst Swami Maharaja sagte oft: „Er ist mein siksha-guru.“ Manchmal führten sie sehr vertrauliche Gespräche. Wir haben also keinen Zweifel, dass Srila Bhakti Raksaka Sridhara Maharaja ein nitya-siddha ist, ein ewiger Gefährte des Herrn. Wenn er über hochklassige Vaishnavas spricht, spricht er sehr vorsichtig – wenn er von solchen Vaishnavas spricht, bittet er Nityananda um Vergebung: „Bitte vergib mir, wenn ich einen Fehler begangen habe, vergib mir meine Kühnheit, über solche erstklassige Vaishnavas zu sprechen.“

  • Wie ergibt man sich dem Herrn?
    Sich Maya zu ergeben und sich dem Herrn ergeben ist nicht gleichwertig. Man kann nicht gleichzeitig bei beiden Zuflucht nehmen. Entweder befinden wir uns unter der Obhut Mayas oder unter der Obhut Krishnas.
  • Mahāprabhu und transzendentaler Klang

    Om Vishnupad Sri Srimad BV Puri Gosvami

    Noch nie hat man von jemandem gehört, der Tiger umarmt. Gibt es irgendeine Aufzeichnung von einem Menschen, der all die wilden Tiere dieser Welt beherrschen kann? Mahāprabhu kann es. Er umarmt und tät­schelt sie. Er führt sie alle zusammen und sie folgen ihm. Er bespritzt die Elefanten mit Wasser und sie tanzen. Ihr könnt es euch nicht vorstellen. Niemand kann sich das vorstellen! Die jñānīs können es sich nicht vorstellen, von gewöhnlichen Leuten ganz zu schweigen. In der Philosophie des Westens gibt es keine Aufzeichnungen darüber, was Mahāprabhu tat. In der Tat, diese Tiere umrundeten Mahāprabhu, und sobald Er „Krishna!“ sagte, wiederholten sie alle „Krishna!“ Das war kein Zirkus mit gezähmten Tieren, Er trainierte sie nicht, Er gab ihnen einfach den heilgen Namen. Diese Kraft, diese Macht, diese Energie drang ein in ihre Herzen und sie verstanden das, denn sie sind ātmā.

  • „Alles geschieht durch den Willen und die Gnade des Herrn.“ Würdest du dem zustimmen?

    Es heißt im Srimad Bhagavatam 10.14.8:

    tat te ‘nukampām su-samīkshamāno

    bhuñjāna evātma-kritam vipākam
    
hrid-vāg-vapurbhir vidadhan namas te
    
jīveta yo mukti-pade sa dāya-bhāk

    „Mein lieber Herr, jemand, der ernsthaft darauf wartet, bis Du ihm Deine grundlose Barmherzigkeit erweist, währenddessen er geduldig die Reaktionen auf seine früheren Untaten erleidet und Dir mit ganzem Herzen, mit Worten und seinem Körper achtungsvolle Ehrerbietungen darbringt, ist gewiß für Befreiung qualifiziert, denn diese ist zu seinem rechtmäßigen Anspruch geworden.“
    Diejenigen, die die Eignung haben, zu Gott zurückzugehen, schlussfolgern: Wenn ich dem allglückverheißenden Höchsten Herrn irgendeine Schuld zuweise, dann wird es mir aufgrund meines mangelnden Wunsches, Ihm zu dienen, niemals möglich sein, befreit zu werden. Wer dem Herrn zugeneigt ist, betrachtet jede Unannehmlichkeit als Seine Barmherzigkeit und fühlt sich deshalb noch mehr zu Ihm hingezogen. Sie sind wirklich für Befreiung qualifiziert.