Wie können wir das Glück erhalten, das wir empfangen haben?


Śrīla Prabhupāda Bhaktisiddhānta Sarasvatī Trachte nicht nach der Befriedigung der Sinne. Strebe nicht danach, sündhafte Handlungen zu begehen. Besser ist es, deine Energie zu verwenden, um sie im Dienste Śrī Haris zu einzusetzen, und dich von weltlichen Angelegenheiten fern zu halten. Durch völlige Hingabe wirst du die Vollkommenheit erreichen. Jagāi und Mādhāi begingen keine weiteren Sünden mehr, nachdem sie bei Srīman Mahāprabhu Zuflucht genommen hatten, und so sollten auch wir keine weiteren Sünden begehen. Nur diejenigen, die verstehen, daß hari-bhajan, die Verehrung des Höchste Herrn, das höchste Ziel ist, können das Leid der anderen fühlen. Durch die Verehrung von Hari erlangt man ewiges Leben. Wer Ihn verehrt, stirbt nicht. Während materialistische Menschen ständig von den Feinden Lust, Zorn und Gier gebunden werden, haben die Verehrer von Hari keine solchen Feinde. Wenn man die natürliche Neigung, Hari zu verehren, besitzt, muß man seine Sinne nicht mit Gewalt beherrschen. Indem man sich aufrichtig im Dienste Haris beschäftigt, werden die Giftzähne der Sinne durch die Barmherzigkeit des Herrn entfernt. Sogar die erfahrensten bedingten Seelen sind daran interessiert, die Sinne zufrieden zu stellen, obwohl sie auf ihrer Jagd nach Glück gezwungen werden, Unglück zu erleiden. Bhaktas aber unterstehen nicht dem Pendel von Glück und Leid. Für sie ist diese Welt ein Ort der vollkommenen Freude, weil sie keinerlei Wünsche besitzen. Sie möchten nicht einmal die Positionen von Indra, dem Herrscher über den [materiellen] Himmel, oder Brahmā, dem Herrn aller Halbgötter, erlangen. Ein Materialist würde es niemals vorziehen, ein Insekt in dieser Welt zu werden, doch einem Bhakta macht solch eine Geburt nichts aus, solange er sich in beschäftigen kann. Aufgrund dieser Haltung erlangen sogar die Halbgötter großes Nutzen aus der Barmherzigkeit von Śrī Caitanyas Geweihten. Es ist wichtig, in diesem Leben Selbstverwirklichung zu erlangen. Ansonsten werden wir, wenn wir zum Zeitpunkt des Todes in materielle Belange vertieft sind, gezwungen sein, wieder in der materiellen Welt Geburt zu nehmen. Wenn wir während des Lebens keine Gemeinschaft mit den Geweihten des Herrn nehmen, werden wir damit beschäftigt sein, engstirnige Gruppen und Sekten zu formen.

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©2020 • Sri Sri Radha Govinda Gaudiya Math Wien

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