Eine kurze Biografie von Om Vishnupada Sri Srimad Bhakti Vaibhava Puri Gosvami Maharaj Das heiligste Land der Erde ist wohl Indien. Sri Krishna Chaitanya und seine Anhänger segneten den Landesteil Bengalen mit ihrer Anwesenheit im 15. Jahrhundert. Sri Chaitanya Mahaprabhu, Der Sri Krishna Selbst ist, erschien in Sridham Mayapur, um allen, unabhängig von Kaste, Hautfarbe oder Glauben, das erhabenste Geschenk der göttlichen Liebe zu bringen. In derselben Nachfolge von Meistern und Schülern erschien auch unser Acharya, Sri Srimad BV Puri Gosvami Maharaj, und verteilt in seiner grundlosen Barmherzigkeit seine göttlichen Segnungen.Geburt und ElternAm fünften Tag des abnehmenden Mondes im Monat Magha im Jahr 1913 erschien Srimad Bhakti Vaibhava Puri Goswami Maharaj auf dieser weltlichen Ebene im Hause seines Großvaters im Dorf Fulta, 5 km von Berhampur im Ganjam Distrikt von Orissa, Indien, dem heiligsten Ort dieser Welt. Der Name seiner Mutter war Srimati Devi, der seines Vaters Sri Damodar. Maharaj wurde von seinen geliebten Eltern der Name Sri Nrsimha gegeben.
AusbildungSeine erste Ausbildung erhielt Srila Maharaj von einem Lehrer in Kotharsingh. Anschließend besuchte er eine höhere Schule in Surangi in der Nähe von Ichhapur, nur wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt. Auf Anraten seines älteren Bruders besuchte er dann das Khallikote-College in Berhampur, das er mit dem Grad eines B.A. (Bachelor of Arts) abschloß. Von seiner Studienzeit an war er wohlwollend, großzügig, wahrheitsliebend und frei von Neid. In der Folge wurde er auch von Mahatma Gandhis Grundsätzen von Wahrheit und Gewaltlosigkeit sowie von dessem Aufruf zum zivilen Ungehorsam in den 1930er-Jahren stark beeinflußt. Er wurde Vorsitzender des Bezirksverbandes der Freiheitskämpfer.
Mehr und mehr zeigte er Interesse für Ayurveda und beschloß, es zu studieren. Erfolgreich beendete er sein Ayurveda-Studium beim bekannten Arzt Sripad Madhusudan Sharma, der zusammen mit seiner Frau von Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Prabhupada, dem spirituellen Meister Sri B.V. Puri Maharajas, eingeweiht worden war. Es folgten tägliche Diskussionen über das Srimad Bhagavatam und ein Engagement für die Zeitschriften „The Gaudiya“ und „Daily Nadia Prakash“. So nahm denn Maharaj, ermutigt von Sripad Madhusudana Sharma, am 3. August 1936, dem Erscheinungstag von Sri Balaram, in Sridham Mayapur Einweihung von jenem berühmten spirituellen Lehrer Srila Bhaktisiddhanta Sarasvati Gosvami Prabhupada. Mit Unterstützung Sripad Sharmas eröffnete er nach seiner Rückkehr ein ayurvedisches Krankenhaus in Bhanjanagar. Er erlangte mit der Zeit große Erfahrung und einen guten Ruf auf dem Gebiet der ayurvedischen Medizin und war bald als Sri Nrsimha Kaviraj bekannt. Er war sowohl mit den Schriften des Ayurveda als auch mit den Vaishnavaschriften bestens vertraut. Gerade zu jener Zeit kamen einige entschlossene Sannyasis Srila Praphupadas in den Bezirk Ganjam, um die Lehren Mahaprabhus zu predigen, und schlugen in Bhanjanagar ihr Quartier auf. Die Schüler Srila Prabhupadas rieten Srila Maharaj, mit ihnen zusammen in der Math zu leben, nachdem sie seinen großen Eifer erkannten, die Lehren des Herrn zu verbreiten und die Schriften zu studieren. Srila Maharaj erzählt seine Lebensgeschichte auf folgende Weise: „Schon in meiner Kindheit besuchte ich regelmäßig den Radhakanta Tempel im Westen des Dorfes. Ein Malati-Baum wuchs dort um einen Mangobaum. Ich pflegte auf diesen hinaufzuklettern und Malati-Blüten zu pflücken, um sie als Girlanden den Deities zu opfern. In meinen Jugendtagen studierten mein älterer Bruder und ich Sanskrit und Oriya bei einem Pandit. Auch nahmen wir an einer Sankirtan-Gruppe teil, die von Narasingha Padhee aus dem Dorf geleitet wurde. Jährlich fand in der Balaji Math das Jhulan-Yatra statt, und wir nahmen beim Picknick auf dem Hügel in der Nähe des Golanthra Bahnhofes teil. Mein Vater, mein älterer Bruder und ich bekamen Diksha von unserem Familien-Guru Ramanujiya Mahant, und er gab uns einen Mantra, während er das Zeichen von „Sankha“ und „Chakra“ auf unsere Arme machte. Täglich rezitierten wir das „Vishnu Sahasranama“, das „Mukunda Mali Stotra“, das „Stotraratna“ und das Srimad Bhagavatam von Jagannath Das in Oriya, sowie die Gita. Ein Pandit namens Dinabandhu Mahapatra aus Kotharsingh rezitierte täglich von 21-23 Uhr das Ramayan und das Mahabharata in der Nähe des Tulsi-Baumes im Zentrum des Dorfes. Weil ich in der Nähe wohnte, hörte ich diesem oft zu. 1923 studierten wir zwei Brüder an der höheren Schule in Surangi und wohnten in einem Miethaus. Amiappa, die Schwester von Laxman Das aus dem Dorf Tulsigram, kochte gewöhnlich für uns. Sie war unverheiratet. Einmal in der Woche brachte ein Devotee Nahrungsmittel aus unserem Dorf. Samstags und sonntags gingen wir in unser Dorf. Mein Vater kümmerte sich um all diese Dinge. Schließlich kehrten wir im April 1930 nach Beendigung der Schule nach Kotharsingh zurück. In Ichhapur gingen wir auf den Berg, um Sri Vrindavan Chaudhuri zu treffen und über spirituelle Themen zu sprechen. Wir besuchten das Haus von Sri Laxmi Narayan Samant und Yogindra Samant. Sie waren die Söhne von Sri Chakrapani Samant, eines Cousins von Sri Surangi Raja. Häufig besuchten wir auch das Dorf Tulsi. Wir mußten alle Wege zu Fuß zurücklegen, anderes Beförderungsmittel gab es keines. Nach Puri reisten wir mit dem Zug. Nach Ichhapur und zurück gingen wir zu Fuß, auch wenn es 15 km von unserem Dorf entfernt war. Nach einem Gespräch mit dem Hauptdozenten Sri Premanand Mahanty vom Berhampur College begannen wir dort mit unserem Studium. Aber ich entwickelte bald Gleichgültigkeit gegenüber einem Studium, das ich der Freiheitsbewegung Mahatma Gandhis zu verdanken hatte. Auf Vaters Wunsch hin mußte ich trotzdem mein Studium ernst nehmen. Später starben erst mein Vater, dann meine Mutter. Ich dachte nun daran, Ayurveda zu studieren, um den Menschen zu dienen, und begann ein solches Studium unter dem Kaviraj Madhusudan Sharma, der zu jener Zeit ein bekannter Kaviraj in Berhampur und der Eigentümer der Amrit Bindu Apotheke war. Gleichzeitig sprach er auch über spirituelle Themen. Er war gesegnet von Srila Paramahamsa Bhaktisiddhanta Sarasvati Gosvami, eines Führers der Gaudiya-Gemeinschaft. Die Prediger der Gaudiya Math, wie Sridhar Maharaj, Sri Hayagriva Brahmacari (später Srila Madhava Maharaj), Puri Maharaj, Parvata Maharaj, Bodhayan Maharaj und Giri Maharaj hielten sich stets in der Amrita Bindu Apotheke auf, wenn sie nach Berhampur kamen. So gab es zahlreiche Diskurse zu den Lehren Sri Chaitanyas. Neben den vier Zielen dharma, artha, kama und moksha hörte ich auch über das fünfte Ziel, nämlich Liebe zu Sri Krishna, das durch die heiligen Schriften belegt ist. Am Tag des Vollmondes im Monat Sravan im Jahr 1936 ergoß auf Fürbitte Madhusudan Sharmas Om Vishnupada Paramahamsa Srila Bhaktisiddhanta Sarasavati Gosvami in Mayapur seine Barmherzigkeit auf diesen unfähhigen Schuft und segnete mich mit dem Namen Haris. Es war dies der Erscheinungstag Sri Balaramas. Nach der Rückkehr aus Mayapur erreichten wir Berhampur. Nachdem ich eine Botschaft von Srila Prabhpada erhalten hatte, brach ich am 1. Jänner 1937 nach Mayapur auf und kehrte nach zwei Tagen wieder zurück. Einige Zeit später, am 25. Juni 1937, verließ ich meinen Heimatort und ging nach Mayapur, wo ich bis 1942 blieb. Danach war ich als sevaka (Diener) in der Sri Ramananda Gaudiya Math in Kovur am Ufer der Godavari, Andhra Pradesh, tätig. 1942 wurde in Medinapur ein Tempel mit zahlreichen Sannyasis und Brahmacharis eröffnet. Zur Eröffnung waren Kunja Babu, Sri Bodhayana Maharaj, Sridhar Maharaj, Sri Jajabar Maharaj, Sri Vaikhanas Maharaj, Sri Shrouti Maharaj, Paramananda Vidyabushana, Sri Hayagriva Brahmachari und andere anwesend. Sri Bhakti Sarang wurde von Sridhar Maharaj vor Kishora Gopinath in den Sannyasa-Stand eingeweiht. Nach der Rückkehr blieben die Devotees aus Ganjam einschließlich Sripad Ananda Prabhu, Nityananda Prabhu und mir bei Sridhar Maharaj. Inspiriert durch Sri Bhakti Vijay Prabhu, Sridhar Maharaj und Gosvami Maharaj reiste ich mit etwas Geld nach Malda in der Nähe der Stadt Gauda im Norden Bengalens, um dort einen Chaitanya Tempel zu etablieren. Dort blieb ich für zwei Monate, und es gelang mir, in der Gegenwart aller Gaudiya Vaishnavas einen Tempel zu eröffnen. Alle Vaishnavas erteilten mir an diesem Eröffnungstag ihre Segnungen. „Du hast den Dienst Srila Rupa Gosvamis erlangt“, sagten sie zu mir. Nach diesen Ereignissen (1948) ernannten mich Srila Bhakti Vilas Tirtha Maharaj und Paramananda Vidyabushana Prabhu zum Leiter der Maths in Kovur und Madaras. 1954 wurde in Kovur ein großer Tempel für Gaurasundara und Radha-Govinda errichtet. Neue Sannyasis, darunter Nava Yogendra, sowie 40 Brahmacharis trafen zum Festereignis ein, welches eine Woche lang andauerte. Alle Vaishnavas erhielten Kleider sowie die Reisespesen. Im Jahre 1966, am Geburtstag Sriman Chaitanyas, erhielt ich von Sri Bhakti Sarvasva Giri Maharaj die Einweihung in den Sannyasa-Stand. In diesem Jahr wurde in Bhimbaram auch der Tempel für Sri Guru Gauranga und Sri Radha Madana Mohan errichtet. Später wurden in Maharani Pentha in Visakhapatnam Sri Radha-Govinda installiert. 1971 wurden unter der Aufsicht von Srila Swami Maharaj in Raja Mahendri ein Sri Gruru Gauranga Radha-Gopinath Tempel errichtet.“ Gründung der Sri Krishna Chaitanya MissionDie Anfänge der Mission reichen bis 1966 zurück, als in Kakinada (Andhra Pradesh) der Sri Krishna Chaitanya Ashram gegründet wurde. Doch erst 1983 wurde die Mission unter ihrem jetzigen Namen registriert.
Zum Zentrum der Mission wurde der Sri Chaitanya Chandra Ashram in Puri unter der Leitung von Srila Purusottama Tirtha Maharaj. Seither stieg die Zahl der Maths unter dem Dach der Mission auf 28. Augen voller TränenWenn Srila Maharaj über die Spiele Sri Gaurangas oder über die Kommentare zu den Versen des Srimad Bhagavatams spricht, sind seine Augen stets tränenerfüllt. Mit größter Sorgfalt führt er seinen Dienst zu Tulsi Devi durch, umkreist den Tempel des Herrn und verehrt die Deities oder besingt die Herrlichkeiten des Herrn.
Srila Maharaj ist seinen Schülern sehr zugeneigt. Er ist begierig danach, alle Zweifel seiner Schüler zu zerstreuen. Er fragt seine Schüler, wie es ihnen beim Chanten geht, was sie fühlen usw. Niemals mißachtet er jemanden, auch toleriert er keine Form der Mißachtung anderen gegenüber. Eine herausragende Fähigkeit Srila Maharajas liegt auch in seinem pausenlosen Predigen in den Sprachen Oriya, Telugu, Hindi, Bengali und Englisch, womit er seine Zuhörer stets in großes Erstaunen versetzt. Für viele Jahre reiste er auf Wunsch seiner ausländischen Schüler monatelang in die Länder des Westens, um dort devotionale Diskurse über reinen hingebungsvollen Dienst auch an Schulen, Universitäten und anderen öffentlichen Plätzen zu halten. Er gab viele Bücher zu Themen der Vaishnava-Philosophie in verschiedenen Sprachen wie Telugu, Oriya, Hindi und Englisch, heraus, um der Öffentlichkeit Literatur über reinen hingebungsvollen Dienst zugänglich zu machen. Nach dem Verscheiden Sri Nityananda Prabhus gründete er am 28. Juli 1988 zu seinen Ehren einen Buchverlag mit dem Namen „Sri Bhakti Vijnana Nityananda Book Trust“. Als Präsident des Verlages riet er dem Verlag, fortlaufend verschiedenste Bücher harauszugeben. Die Bücher wurden zum Nutzen der Devotees an die verschiedenen Maths der Mission geschickt. Er war der Herausgeber des Monatsmagazins „The Siddhanta“, das vor dem Verscheiden Srila Nityananda Prabhus unter dessen kundiger Leitung herausgegeben worden war. Bekannt ist Srila Maharaj auch für seine innige Freundschaft zu A.C. Bhaktivedanta Swami Maharaj, dem Gründer-Acharya der ISKCON, der von ihm liebevoll Swami Maharaj genannt wird. Gurudev verließ diese Welt am 3. März 2009.
Alle Ehre sei dem Kronjuwel der Paramahamsas, Om Vishnupada 108 Sri Srimad Bhakti Vaibhava Puri Gosvami!
Krishna in der Stimmung eines bhaktas Der Ursprüngliche Höchste Herr, Svayam Bhagavan. Er ist avatari, der Ursprung aller anderen avataras. Seine Teilerweiterung ist der Paramatma, Seine körperliche Austrahlung das alldurchdringende Brahman. Sein Körper besteht aus sac-cid-ananda- Ewigkeit, Wissen und Glückseligkeit. Er ist die Personifizierung der Gesamtheit aller spirituellen Lieblichkeit und Süße, raso vai sa. Sein Vater ist Nanda Maharaja, Seine Mutter Yasoda, Sein Bruder ist Balarama, und Seine ewige Gefährtin ist Srimati Radhika. Er ist ein reizender junger Kuhhirte mit der Körpertönung einer frischen Monsunwolke. Er trägt einen leuchtend gelben dhoti, eine Pfauenfeder auf Seiner Krone und eine Girlande aus frischen Waldblumen. Er besitzt 64 vorrangige transzendentale Eigenschaften, von denen vier einzig bei Ihm vorkommen: venu-madhurya: Er zieht die ganze Welt und ganz besonders die gopis mit dem melodiösen Klang seiner Flöte an. Rupa-madhurya: Er besitzt außerordentliche Schönheit, die den Geist aller Lebewesen einnimmt. Prema-madhurya: Er ist umgeben von innig liebenden Gefährten, deren Liebe völlig frei ist von jeder Förmlichkeit. Lila-madhurya: Er vollführt wunderschöne und hinreißende Spiele, die im rasa-lila gipfeln. Die spirituelle Ausstrahlung, die vom transzendentalen Körper des Herrn ausgeht - jenes alldurchdringende, undifferenzierbare Merkmal des Absoluten. Je nach Zusammenhang bezieht sich das manchmal auf das Höchste brahman, Sri Krishna, Der die Quelle des brahman ist. spirituelle Wonne, Ekstase, Freude, Glückseligkeit; das, was Sri Bhagavan durch Seine hladini-sakti genießt. Die ewige Gefährtin Sri Krishnas und die Verkörperung der hladini-Kraft. Sie ist bekannt als mahabhava-svarupini, die Personifizierung der höchsten Ekstase göttlicher Liebe. Sie ist die Quelle aller gopis, der Königinnen von Dvarakaund der Laksmis von Vaikuntha.
Ihr Vater ist Vrishabhanu Maharaja, Ihre Mutter ist Kirtida, Ihr Bruder ist Sridama, und Ihre jüngere Schwester ist Ananga Manjari. Sie hat eine strahlende goldene Körperfarbe und trägt blaue Gewänder. Sie ist geschmückt mit zahllosen glücksverheißenden Eigenschaften, und ist die von Sri Krishnaam meisten Geliebte. Das etwa 168 Quadratmeilen große Gebiet, in dem Sri Krishna Seine irdischen Spiele offenbarte. Das Wort bhakti leitet sich ab von der Wurzel bhaj, welche "dienen" bedeutet (siehe auch bhajana). Die erste Bedeutung von bhakti ist daher "Dienst darbringen". Rupa Goswami hat die wesentlichen Bedeutungen von bhakti in seinem Sri Bhakti-rasamrita-sindhu (1.1.11) wie folgt beschrieben: anyabhilasita-sunyam jnana-karmady-anavritam anukulyena krishnanu-silanam bhaktir uttama "Uttama-bhakti, reiner hingebungsvoller Dienst, ist das Kultivieren von Tätigkeiten, die ausschließlich für das Wohl Sri Krishnas bestimmt sind, mit anderen Worten, ein ununterbrochener Fluß von Dienst zu Sri Krishna, der durch Einsatz von sowohl Körper, Geist als auch Sprache ausgeführt wird sowie durch den Ausdruck verschiedenster spiritueller Gefühle (bhavas). Er ist nicht bedeckt von jnana (Wissen über das nirvisesha-brahman, das auf die unpersönliche Befreiung gerichtet ist) und karma (fruchtbringende Tätigkeiten), yoga oder Entsagung. Auch ist er völlig frei von jedem Wunsch, der nicht die Freude Sri Krishnas zum Ziel hat." 1) das Wort bhajana leitet sich von der Wurzel bhaj ab, die im Garuda Purana (Purva-kandha 231.3) folgendermaßen definiert wird: bhaj ity esa vai dhatu sevayam parikrirtitah tasmat seva budhaih prokta bhakti sadhana bhuyasi "Der Wortstamm bhaj wird insbesondere im Sinne von seva, Dienst, verwendet. Wenn sadhana daher im Bewußtsein ausgeführt wird, man sei ein Diener, nennt man dies bhakti." Gemäß diesem sloka wird krsna-seva, liebevoller Dienst zu Krishna, bhakti genannt. Solcher Dienst ist das innere Wesen von bhakti oder bhajana. Daher ist alles Dienen, das in diesem Bewußtsein ausgeführt wird, dem Begriff bhajana zuzuordnen. 2) in einem allgemeineren Sinn bezieht sich bhajana auf spirituelle Praktiken,besonders auf die Vorgänge Hören, Chanten, Meditieren über den Heiligen Namen, die Form, Eigenschaften und Spiele Sri Krishnas.
der am weitesten fortgeschrittene Praktizierende von bhakti.
Es gibt viele Arten von yoga, wie z.B. karma-yoga, jnana-yoga oder bhakti-yoga. Wenn nicht näher bestimmt, versteht man unter yoga gewöhnlich das astanga-yoga-System von Patanjali. (1) Liebe zu Krishna, die äußerst konzentriert ist, das Herz völlig dahinschmelzen läßt und die ein tiefes Gefühl von mamata (Besitzergreifen) bezüglich des Herrn entstehen läßt (das ist die allgemeine Definition von prema, wie sie im Bhakti-rasamrta-sindhu 1.4.1 gegeben wird). bedeutet wörtlich soviel wie "Mein-heit"; Anhaftung, Besitzgier. Manata für materielle Objekte ist die Ursache für Bindung, aber manata für gur, Vaishnavasund spirituelle Objekte ist die Ursache für Befreiung. Mamata in der spirituellen Welt ist ein Merkmal von prema.
besteht aus den bhavas(wie z.B. Srimati Radhikas eifersüchtigem Zorn), die verhindern, daß sich nayaka (Held) und nayika (Heldin) frei treffen können, obwohl diese zusammen sind und zueinander hingezogen sind.
Anfangszustand der vollkommenen Hingabe; eine Stufe von bhakti, auf der suddha-sattvabzw. die Essenz von Krishnas innerer Kraft aus spirituellem Wissen und Glückseligkeit in das Herz des bhaktasvom Herz eines Seiner ewigen Gefährten übertragen wird und das Herz durch verschiedene Wohlgeschmäcker erweicht. Es ist dies der erste Sproß von prema, reiner Liebe zu Gott. Bhava-bhakti ist die siebte von acht Stufen der Entwicklung der bhakti-lata, der Pflanze der Hingabe.
vom Zeitwortstamm dhr, 'aufrechterhalten'. Wörtlich 'das, was aufrecht erhält'.
Nach der Erfüllung des dharma streben Menschen, die nicht nur Genuß in dieser Welt suchen, sondern sich nach mehr sehnen, z.B. nach Svarga. Dafür ist es notwendig, den religiösen Prinzipien zu folgen, wie sie in den sastra dargelegt sind. Indem man den religiösen Pflichten, die einem im varanasrama System vorgeschrieben sind, folgt, kann man in diesem Leben Glück finden und dann vielleicht nach Svarga gelangen. Für solche Menschen ist die Erfüllung ihrer dharma-Pflichten vorrangig, daher ist ihr purusarta (Lebensziel) als dharma bekannt. Es gibt viele Arten von dharma. Stri-dharma (dharma einer Frau) bezieht sich auf die Pflichten und Verhaltensformen usw., welche das richtige Wesen einer Frau fördern. Auf ähnliche Weise sind solche dharmas wie purusa-dharma, brahmana-dharma, sudra-dharma und sannyasa-dharma in den dharma-sastra festgelegt. Letzten Endes bedeutet dharma aber die natürliche Anziehung des Teiles zum Ganzen, des jivas zu Krsna. Alle anderen dharmas beziehen sich nur auf den zeitweiligen Körper, deshalb muß im Zentrum der Befolgung von dharmas das Kultivieren von atma-dharma stehen, der ewigen Stellung der Seele als Diener Krsnas, sodaß man eines Tages diesen Punkt von sarva-dharman partyajya erreichen kann - nämlich alle sekundärem dharmas aufzugeben und völlig bei Sri Sri Radha-Krsna Zuflucht zu nehmen. Eine der vier sozialen Ordnungen bzw. Kasten - Priester, Verwaltungsbeamte, Geschäftsleute und Arbeiter - in der jemand entsprechende sozio-religiöse Pflichten innerhalb des Systems, das als varnasrama bekannt ist, ausführt.
Religiöse Schriften wie die Manu-samhita, welche Verhaltensregeln für die Menschheit weitergeben.
das ewige individuelle Lebewesen, das im bedingten Zustand des materiellen Lebens einen der zahllosen Körperformen annimmt.
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Februar 2012
* Fasten brechen am nächsten Tag von ... bis ... (Änderungen vorbehalten) ![]() Sripad BS Damodar Maharaja (2.2.-7.2 u. 12.2.-15.2.2011) |
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