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Auf der Heimreise

Srila BR Sridhara Gosvami

Hingabe steht über allem. Saranagati, Ergebenheit, ist der höchste Reichtum eines jeden. Wir sollten uns Ihm ergeben, und Er kann uns barmherzigerweise Seinen Namen offenbaren, und es wird uns möglich sein, Ihn zu erkennen.
In den Upanishaden wird gesagt: yam evaisa vrnute tena labhyah. Wen immer Er auswählt, um sich ihm zu offenbaren, er kann Ihn erkennen. Gegen Seinen Willen kann Ihn sonst niemand erkennen. Er behält sich jedes Recht vor, von den Sinnen eines jeden erfasst zu werden. Er ist so hoch. Er kann das tun. Wenn Er nicht möchte, dass man Ihn erkannt, dann kann Ihn niemand erkennen. Wenn immer Er es wünscht, dass jemand Ihn erkennen kann, dann kann derjenige Ihn erkennen. Das ist seine Position.

Auf Anordnung seines Gurudeva Devarsi Narada wurde das Schriftwerk Srimad Bhagavatam, die Schlussfolgerung seiner Lehren, von Vedavyasa verfasst. Nachdem er die Vedas, Upanishaden, Puranas, Mahabharata und Bhagavad-gita gegeben hatte, war Vyasadevas letztes Geschenk in der Welt der Schriften Srimad Bhagavatam. Und die Botschaft des Bhagavatams ist, dass Schönheit das Höchste ist, und nicht Wissen oder Gerechtigkeit. Gnade ist höher als Gerechtigkeit. Zuneigung, Liebe, Schönheit, Zauber, Harmonie stehen über allem anderem. Und diese absolute Auffassung der höchsten Wirklichkeit finden wir in Krishna.
Schönheit steht über Wissen und Macht. Wissen ist höher als Macht, und über Wissen sind Schönheit, Anziehung und Liebe. Das ist der Höchste. Das Srimad Bhagavatam hat verkündet, krsnas tu bhagavan svayam. Die Auffassung, dass Krishna Gott ist, ist die ursprünglichste Auffassung des Absoluten. Das ist die grundlegende Aussage des Bhagavatams. Der Herr der Schönheit ist der Höchste. Unter Ihm befinden sich Ehrfurcht, Verehrung, Macht etc. Und Mahaprabhu Sri Chaitanyadeva machte es klar, „Geh zur wunderschönen Wirklichkeit, Er ist das höchste, was es zu erlangen gibt. Strebe nicht nach Macht oder Wissen, sondern sehne dich nach Dienst des Schönen, dadurch wird dir Einlass gegeben werden in das Land des Schönen.“ Das ist die höchste Verwirklichung. Verschwende deine Zeit nicht mit anderen Bestrebungen, sondern nimm den direkten Weg – jñana sunya bhakti. Mit der Hilfe von sadhu sanga chante den Namen des Herrn und versuch direkt in Richtung der Krishna-Verwirklichung Gottes zu marschieren. Krishna-Bewusstsein ist unsere höchste Errungenschaft, das wurde uns von Sri Chaitanya Mahaprabhu und Srimad Bhagavatam gegeben. Sri
Chaitanya Mahaprabhu hat uns empfohlen: „Verschwende nicht deine Energie für irgendetwas anderes. Verwende deine Energie für Krishna-Bewusstsein.“
Daher versuchen wir in dieser Linie fortzuschreiten und gleichzeitig bitten wir unsere Freunde, dieses Leben zu begrüßen. Die Erfüllung des Lebens für jedes existierende Atom dieser Welt kann dort gefunden werden. Marschier in Richtung des universalen Wohls. Wo immer und wer immer du bist, ist ohne Bedeutung. Nimm Kurs auf Krishna-Bewusstsein. Das ist die höchste Erfüllung für jeden. Du brauchst einfach nur in Seine Richtung blicken und losgehen, und der süße Absolute, Sri Krishna, wird dich willkommen heißen. Das ist die Mission der Gaudiya Vaishnavas. Srila Rupa Gosvami beschrieb Krishna auf wissenschaftliche Weise: akhila-rasamrta-murti. Unser Herz sehnt sich nach Zufriedenheit und Freude unterschiedlicher Art, aber Er ist das Füllhorn aller rasas, der Geschmacksrichtungen der Ekstase. Alle Arten von rasas sind in Krishna und ist die Personifikation von ihnen allen, daher kann jeder seinen entsprechenden Platz nur in Ihm finden, uns sonst nirgendwo. Er ist Krishna – akhila-rasamrta-murti. All unsere benötigte Zufriedenstellung ist in Ihm verkörpert. Deswegen kann nur Er sagen: „Gib alles auf und komm zu Mir, du wirst es nicht bereuen müssen. Du wirst die höchste Zufriedenheit erlangen.“ Niemand sonst hat nirgendwo jemals so etwas verkündet. Nur Krishna hat das gesagt, und Mahaprabhu hat erklärt: „Geh direkt in diese Richtung, nimm keinen anderen Weg, sondern marschier geradeaus in Richtung Krishna-Bewustssein, das sit dein Zuhause.
Es ist einfach – es ist schwierig. Einfach, weil es unsere angeborene Neigung ist. Aber gegenwärtig sind wir weit weg von Zuhause. Es ist mein Zuhause, mein eigen, daher besteht die Hoffnung, dass ich dort eines Tages ankomme. Das ist mein Zuhause und ich werde nirgendwo sonst Zufriedenheit finden. Deshalb muss ich dorthin gehen, aber ich bin weit weg von dieser Behaglichkeit meines Zuhauses. Das ist die Schwierigkeit – ich habe meine Heimat verloren.
Einfachheit ist die erste Voraussetzung. Wenn du wirklich einfach oder aufrichtig bist, dann kannst du nicht anders, als unter die göttlichen Füße Mahaprabhus, Sri Chaitanyadevas, zu kommen. Es ist so klar und nicht künstlich. Liebe ist die reine Wahrheit, die alle anziehen kann. Und noch mehr als gewöhnliche Liebe wird göttliche Liebe unweigerlich alle normalen Personen anziehen. Es ist nur notwendig einfach und unbefangen zu sein. Die Antithese ist das einzige, das uns von Gott fernhält, sonst finden wir uns auf der Ebene der universalen Liebe wieder. Und Universum bedeutet nicht ein bestimmter Teil des Universums, sondern das Ganze. Liebe kommt vom Absoluten.
„Gibt es in mitten der Sterblichkeit solch einen Dummkopf, der nicht Ihn verehren wird, den sogar die Unsterblichen verehren? Es ist ein wahres Wunder, das es solch eine Person gibt, die solch eine Verehrung vermeidet, um sich den sterblichen Leiden auszusetzen.“
Acintya-bhedabheda. Alles ist Sein Wille, und es ist das größte Abenteuer, nach Krishna zu suchen, nach dem Ursprung des ganzen Unendlichen zu suchen. Ausreichender Mut und Bereitschaft sind notwendig um das Risiko einzugehen. Den Nordpol oder die höchsten Gipfel der Himalajas zu entdecken verlangt so so viel Mut und beinhaltet Risiko, ganz zu schweigen von dem Mut, der notwendig ist, um die Absolute Ursache des Ganzen herauszufinden. Innerer Mut, spiritueller Mut, ist notwendig. Wir brauchen Mut der Seele und die Überzeugung von tiefem Vertrauen. Wir müssen den edlen Charakter des Vertrauens in uns verstehen. Ohne Elektrizität können wir keinen Kontakt mit dem Mond oder anderen Planeten haben. Unsere Hände oder Augen reichen nicht so weit. Vertrauen kann uns mit den entferntesten Dingen verbinden, wo alle anderen Methoden versagen. Vertrauen ist substantiell, es ist keine Einbildung des Geistes. Der Geist ist insgesamt eine eingebildete Sache, er ist eine Quelle von Fälschung. Vertrauen kann man dort nicht finden. Vertrauen ist eine Funktion der Seele.
Ohne die Hilfe von Geräten könne wir nicht einmal sehen, was innerhalb unseres eigenen Körpers ist. Durch Vertrauen, sraddha, kann die Seele den höheren Welten näherkommen und sie wahrnehmen. Nur durch Vertrauen können wir uns der höchsten und edelsten Sache annähern, nicht mittels unserer Hand oder irgendeinem materiellen Element.